Homöopathie

Friedrich Samuel Hahnemann (1755 – 1843) ist Begründer der Homöopathie.Globuli mit Heilkräutern

1779 erlangte er sein medizinisches Examen in Erlangen. Große Zweifel an den medizinischen Möglichkeiten der damaligen Zeit veranlassten ihn, sich immer mehr der Chemie und der wissenschaftlichen Arbeit zuzuwenden.

1790 übersetzte er die Materia medica von William Cullen und beschäftigte sich intensiv mit der Wirkung von Chinarinde bei Malaria. Cullen erklärte sich die Wirkung bei Malaria durch die magenstärkende Eigenschaft der Chinarinde.Homöopathie 1

In einem Selbstversuch bekam Hahnemann alle für die Malaria typischen Symptome „doch ohne die eigentlichen Fieberschauer“, wie er es beschrieb. Somit vermutete er, daß die Chinarinde in der Lage sei, vergleichbare Symptome wie Malaria hervorzurufen, und nicht – wie Cullen behauptete –  die Wirkung der Chinarinde von der magenstärkenden Eigenschaft herrührte.

In den folgenden Jahren unternahm er viele Experimente an sich und seinen Familienmitgliedern.

Er schrieb seinen ersten Aufsatz über dieses Heilprinzip. Das Wort Homöopathie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „ähnlich dem Leiden“.

„homoios“ -ähnlich

„pathos“- leiden

Durch die Homöopathie sollen die Selbstheilungskräfte aktiviert werdenso das es nicht nur zur Linderung akuter Beschwerden kommt, sondern gestörte Funktionen positiv beeinflusst werden.

Um ein passendes Heilmittel zu finden, wird der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet, bei denen körperliche und seelische Symptome eine Rolle spielen.